Behandlungsablauf

An dieser Stelle möchte ich euch kleinen Überblick über den möglichen Ablauf einer Behandlung geben.

Voraussetzungen für eine entspannte Behandlung ist ein ruhiger Ort, an dem das Pferd sich wohlfühlen und entspannen kann und genügend Platz vorhanden ist.

Neben dem Kennenlernen ist auch die Anamnese wichtig, bei der ich euch einige Dinge zu aktuellen Beschwerden, Unfällen etc. frage. Nach der Befragung erfolgt ein Sichtbefund (Inspektion im Stand und im Schritt), gefolgt von der Palpation. Beim Abtasten erfühle ich bereits verschiedene Muskelzustände und weitere Auffälligkeiten.

Während der Behandlung erfolgen verschiedene Techniken abgestimmt auf das jeweilige Pferd. Das Pferd steht hier im Mittelpunkt und bestimmt den genauen Ablauf und die notwendigen Behandlungsmethoden.

Zunächst beginnen wir mit dem muskulären Teil. Hier werden Verspannungen gelöst und der Körper vorbereitet. Anschließend werden Blockaden, beispielsweise im Becken oder der Wirbelsäule gelöst.

Im nächsten Schritt folgen die Extremitäten.

Je nach Situation etc. kommen außerdem craniosacrale, fasziale Techniken sowie der Neurostim etc. zur Anwendung. 

Den Abschluss bietet in der Regel die Akupunktmassage nach vorheriger Abfrage der Alarmpunkte. 

Nach der Behandlung besprechen wir die Befunde und ich zeige euch Hausaufgaben, die ihr zur weiteren Unterstützung in den Alltag einbauen könnt.

Auf Wunsch wird die Ausrüstung sowie die Fütterung noch analysiert.

Die Dauer einer Erstbehandlung dauert in der Regel 1,5 bis 2 Stunden.

Eine osteopathische Behandlung regt Einiges an und wirkt noch einige Zeit nach. Da die Pferde erstmal müde sein können oder auch Muskelkater auftreten kann, bietet sich ein wenig Ruhe direkt nach der Behandlung auf der Koppel an. Damit das Pferd die Zeit bekommt, dass die Strukturen das neue Gleichgewicht finden können.

In manchen Fällen kann es notwendig sein, dass eine Nachbehandlung in 6 bis 8 Wochen erfolgen sollte, um ältere Blockaden zu lösen.

Wie oft eine Behandlung notwendig ist, ist sehr individuell und von mehreren Faktoren abhängig. Wenn das Pferd soweit gesund ist und keine Auffälligkeiten zeigt, kann eine prophylaktische Behandlung 1 bis 2 mal im Jahr erfolgen.

Wichtig: Bei akuten Schmerzen oder direkt nach Unfällen sollte zunächst ein Tierarzt kontaktiert werden und keine osteopathische Behandlung erfolgen.